KI im HRM, Good Work, Generationen, Compensation & Benefits, Leadership

Zuerst einmal hoffe ich, dass Sie ein frohes und entspanntes Osterwochenende geniessen können. Es ist sehr viel los im Moment, was unsere Aufmerksamkeit braucht, und da tut eine kurze Pause wirklich gut.

Mein Highlight aus der vergangenen Woche war die Übergabe der Diplome an fünf neue Masters of HR Leadership (siehe Foto). Zwei weitere wurden in Abwesenheit diplomiert, weil sie derzeit im Ausland unterwegs sind. Meine Diplomrede stand unter dem Leitgedanken: «HR muss immer dort sein, wo es passiert. Und das ist immer dort, wo die Menschen sind.»

Die Absolventinnen (diesmal hatten wir tatsächlich einen Frauenanteil von 100%) haben sich in drei verschiedenen Zertifikatsstudiengängen mit der Gestaltung eines modernen, zukunftsfähigen HRM auseinandergesetzt. Die Bandbreite der Themen reichte beispielsweise vom KI- Einsatz im Personalmanagement über zeitgemässes Performance Management, People Analytics, die Rolle des HRM in Transformationsprozessen, Nachhaltigkeit im und durch das HRM, neue Arbeit- und Arbeitszeitmodelle bis hin zur Gestaltung von Arbeitsplätzen.

Besonders spannend waren auch dieses Jahr wieder die Masterarbeiten. Alle Arbeiten verbinden HR-Fragestellungen mit unternehmerischen Zielen. Es geht dabei nicht um Verwaltung, sondern um Gestaltung – sei es von Führung, Kommunikation, Vergütung oder Kompetenzen. Mit der vertieften Bearbeitung von Themen wie Future Skills, psychologische Sicherheit und moderne Kommunikation bieten die Arbeiten auch einen Beitrag zur Erhöhung der Resilienz von Organisationen.

Der thematische Schwerpunkt des heutigen Newsletters liegt einmal mehr auf dem Thema Digitalisierung und KI, zu dem wieder viele neue Artikel erschienen sind. Es gibt kontroverse Meinungen dazu, was uns in diesem Bereich in den nächsten Jahren erwartet, aber in einem sind sich alle einig: Wir werden uns mit dem Einsatz von KI beschäftigen müssen und brauchen dafür die entsprechenden digitalen Kompetenzen.

Ebenfalls umstritten ist die Frage, wie viel Home Office gut ist und ob wir dort mehr oder weniger produktiv sind als im Büro. Die richtige Antwort lautet vermutlich, wie so oft: Es kommt darauf an… Oder noch präziser formuliert: Es kommt auf uns an und darauf, dass wir gemeinsam tragfähige Lösungen finden. In diesem Sinne stehen auf unseren Diplomfeiern zwar die neuen Master im Zentrum, wie laden aber auch unsere Alumni zu diesen wichtigen Events ein, damit sich das HR-Netzwerk ständig weiterentwickeln kann.

Ich wünsche allen einen entspannten und inspirierenden Ostermontag


Foto: Louis Rafael Rosenthal


KI im HRM



AI-Revolution mit Hindernissen: Vertrauen in autonome Systeme fehlt

AI-Revolution mit Hindernissen: Vertrauen in autonome Systeme fehlt

Die Integration von KI in Unternehmen schreitet schnell voran, erfordert jedoch strategische Planung und ethische Leitlinien. Prozessorchestrierung gilt als Schlüsselkomponente. Datenprobleme und mangelndes Vertrauen in autonome Systeme sind Hindernisse. KI transformiert Arbeitsweisen, doch es fehlen Fachkräfte und klare Sicherheitskonzepte. Erfolgreiche KI-Implementierungen benötigen eine Balance aus Fortschritt und Struktur sowie aktive Mitarbeitereinbindung für nachhaltigen Erfolg.

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Wo KI im Recruiting schon unterstützt

Wo KI im Recruiting schon unterstützt

Viele Unternehmen integrieren KI, um Prozesse im Recruiting effizienter zu gestalten, von der Formulierung von Stellenanzeigen bis zur Automatisierung von E-Mail-Antworten. Während ein Viertel der Recruiter noch manuell arbeitet, nutzen 7% bereits weitgehend KI-gestützte Prozesse. Der AI Act verpflichtet ab 2025 Unternehmen, KI-Kompetenz sicherzustellen. Dabei ist eine Balance zwischen Technik und menschlichem Urteilsvermögen entscheidend, um Transparenz und Fairness zu gewährleisten. Schulungen zur KI-Kompetenz werden spätestens dadurch unerlässlich.

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Künstliche Intelligenz: Einfach nur machen – so gelingt die digitale Aufholjagd

Künstliche Intelligenz: Einfach nur machen – so gelingt die digitale Aufholjagd

Viele Unternehmen hinken beim Einsatz von KI oft hinterher, was sich wie eine klapprige Ente auf der Autobahn anfühlt. Nur 6% der deutschen Unternehmen sind optimal vorbereitet. Eine gründliche Strategie ist entscheidend: IT-Infrastruktur modernisieren, Datenmanagement aufbauen und Mitarbeitende schulen. Fokus auf wichtige Technologien statt jedem Trend zu folgen, hilft. Netzwerke und Partnerschaften sind nützlich.

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Does automation replace experts or augment expertise? The answer is yes

Does automation replace experts or augment expertise? The answer is yes

In einem Interview diskutiert David Autor, Professor am MIT, die Auswirkungen von KI auf Arbeitsmärkte. Er stellt fest, dass Automatisierung Experten ersetzen und gleichzeitig Expertise erweitern kann. Die Auswirkungen hängen von der Rolle der Expertise und der Anpassungsfähigkeit der Arbeitnehmenden ab. Technologie kann die Anforderungen an Fachwissen erhöhen oder senken, was zu unterschiedlichen Lohn- und Beschäftigungseffekten führt.

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Good Work



Neue Arbeitswelt: Vuca reicht nicht mehr!

Neue Arbeitswelt: Vuca reicht nicht mehr!

Wir leben in einer Zeit gleichzeitiger Krisen, in der VUCA nicht mehr ausreicht. Unternehmen müssen zukunftsgestaltend werden und über wirtschaftliches Handeln hinaus soziale und ökologische Verantwortung übernehmen. Sie benötigen Fähigkeiten wie Komplexitäts- und Interdependenzkompetenz, um sich in dynamischen Systemen behaupten zu können. Zu den Schlüsselmassnahmen zählen Systems Thinking, kollaborative Intelligenz und strukturierte Innovationsräume.

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Neue Homeoffice-Studie: Präsenzpflicht macht müde – nicht produktiver

Neue Homeoffice-Studie: Präsenzpflicht macht müde – nicht produktiver

Die Studie der Universität Konstanz zeigt, dass viele Angestellte weiterhin flexible Arbeitsmodelle bevorzugen. Eine vollständige Präsenzpflicht trägt nicht zur Produktivität bei und macht Mitarbeitende emotional erschöpft. Hybrides Arbeiten wird zunehmend als Rekrutierungsvorteil gesehen, da 71 Prozent der Befragten Homeoffice als wichtiges Kriterium betrachten. Unternehmen, die keine Flexibilität bieten, riskieren den Verlust qualifizierter Fachkräfte. Führungskräfte zeigen eine zunehmende Akzeptanz gegenüber hybriden Arbeitsmodellen.

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Generationen



Gen-Z-Studenten scheitern reihenweise an einfacher Matheaufgabe – CEO zieht Knallhart-Fazit

Gen-Z-Studenten scheitern reihenweise an einfacher Matheaufgabe – CEO zieht Knallhart-Fazit

Der indische CEO Ashish Gupta stellt Absolventen bei einem Einstellungstest eine einfache Mathefrage zur Durchschnittsgeschwindigkeit, an der fast alle scheitern. Dies löst eine Debatte über Gen-Z-Kompetenzen aus. Gupta kritisiert fehlende Problemlösungsfähigkeiten und logisches Denken. Die Bildungsinstitute könnten ebenfalls eine Rolle spielen, so ein Kommentar.

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Jüngere Arbeitnehmer wechseln häufiger ihren Job – das sind ihre Beweggründe

Jüngere Arbeitnehmer wechseln häufiger ihren Job – das sind ihre Beweggründe

Die jüngere Generation, insbesondere Gen Z und Millennials, wechselt häufiger den Job. Laut einer Forsa-Studie planen 48 Prozent der Gen Z und 44 Prozent der Millennials, noch 2025 den Arbeitgeber zu wechseln. Hauptgründe sind ein zu niedriges Gehalt und Stress. Alle Generationen wünschen sich in neuen Positionen Jobsicherheit, ein höheres Gehalt und flexible Arbeitszeiten, während Babyboomer zudem sinnvolle Aufgaben suchen.

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Was sich junge Arbeitnehmende wünschen

Was sich junge Arbeitnehmende wünschen

Die Studie untersucht die Präferenzen junger Arbeitnehmender, die seit der Pandemie ins Berufsleben eingetreten sind. Viele bevorzugen ein hybrides Arbeitsmodell, schätzen aber auch persönliche Interaktionen. Flexibilität ist wichtig, doch auch Beständigkeit und Vergütung spielen eine zentrale Rolle. Psychische Gesundheit ist betroffen: Während ein Drittel negative Auswirkungen durch Remote Work berichtete, erlebte fast die Hälfte eine Verbesserung durch hybride Modelle. Soziale Beziehungen und Work-Life-Balance sind entscheidend.

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Compensation & Benefits



Gender Pay Gap kehrt sich um: IT-Freiberuflerinnen verdienen mehr als Männer

Gender Pay Gap kehrt sich um: IT-Freiberuflerinnen verdienen mehr als Männer

In der IT-Freelancer-Welt verdienen Frauen rund neun Prozent mehr pro Stunde als Männer, mit einem Stundensatz von 109 Euro im Vergleich zu 100 Euro. Der Branchendurchschnitt liegt bei 103 Euro pro Stunde. Anderswo erhalten Männer etwa 15 Prozent mehr als Frauen. Etwa 27 Prozent der IT-Freelancer sahen steigende Stundensätze, während 15 Prozent Einkommensrückgänge meldeten. Herausforderungen bleiben die Projektakquise und Inflation.

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Leadership



Mediocrity Is The Enemy: How Successful Companies Reclaim Their Competitive Edge

Mediocrity Is The Enemy: How Successful Companies Reclaim Their Competitive Edge

Der Artikel thematisiert, wie Unternehmen mittelmässige Entwicklungen vermeiden können. Es wird diskutiert, dass einst führende Unternehmen wie Kodak und Blockbuster durch das Ignorieren von Innovation und Kundenbedürfnissen scheiterten. John Rossman betont in seinem Buch die Wichtigkeit von Demut und einer aktiven Kundenstimme. Er empfiehlt grosse Ambitionen durch Experimente – „Big Bets“ –, um Innovationen zu fördern und nicht in Mittelmässigkeit zu stagnieren.

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Sehr umstritten: Mitarbeitende halten, in dem man „Low Performern“ kündigt

Ein Beitrag über den sehr umstrittenen Ansatz von einigen Firmen wie Netflix, sich systematisch von schwächeren Mitarbeitenden zu trennen, und das in grosser Transparenz und Offenheit. Ein ehemaliger Netflix-Personalchef betont im Beitrag die Wichtigkeit, weniger leistungsstarke Mitarbeiter proaktiv zu kündigen, um die Moral von Spitzenkräften zu stärken. Netflix verfolgt eine Kultur der hohen Leistung, in der Transparenz und tägliches Feedback zentral sind. Der „Keeper-Test“ ist ein Werkzeug, um zu entscheiden, ob Mitarbeitende gehalten werden sollten.

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HRM-Weiterbildungen an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich


CAS Digitalisierung und AI im HRM
Jetzt anmelden: Die nächste Durchführung startet im Juli 2025.

CAS Strategie im HRM
Die nächste Durchführung startet im Januar 2026.

CAS Innovation im HRM
Die nächste Durchführung startet im Januar 2026.




English Version


First of all, I hope you have a happy and relaxing Easter weekend. There is a lot going on at the moment that needs our attention, so a short break is really welcome.

The highlight of my week was the presentation of diplomas to five new Masters of HR Leadership (see photo). Two others received their diplomas in absentia because they are currently traveling abroad. My graduation speech was based on the guiding principle: “HR must always be where the action is. And that is always where the people are.”

The graduates (this time we actually had 100% female participants) explored the design of modern, future-proof HRM in three different certificate programs. The topics ranged from e.g. the use of AI in human resources management to modern performance management, people analytics, the role of HRM in transformation processes, sustainability in and through HRM, new work & working time models, and workplace design.

Once again, the master’s theses were particularly exciting this year. All of the theses combine HR issues with business objectives. The focus is not on administration, but on design – whether it be leadership, communication, compensation, or skills management. With their in-depth examination of topics such as future skills, psychological safety, and modern communication, the theses also contribute to increasing the resilience of organizations.

The thematic focus of today’s newsletter articles is once again on digitalization and AI, with many new articles on the subject. There are controversial opinions about what to expect in this area in the coming years, but everyone agrees on one thing: we will have to deal with the use of AI and need the appropriate digital & AI skills to do so.

Another controversial question is how much home office is good and whether we are more or less productive there than in the office. As is so often the case, the correct answer is probably: it depends… Or to put it more precisely: it depends on us and on finding viable solutions together. With this in mind, although the focus of our graduation ceremonies is on the new master’s graduates, we also invite our alumni to these important events so that the HR network can continue to develop.

I wish everyone a relaxing and inspiring Easter Monday.

Ihre Stärken gezielt stärken.



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