Mentale Gesundheit, Leadership, KI, Good Work, Rekrutierung, Personalentwicklung

In vielen Unternehmen schlägt das Pendel seit einiger Zeit wieder einmal weg von «weichen» HR-Themen hin zu klar messbaren Leistungen und harten Produktivitätskennzahlen. Angesichts geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und technologischem Umbruch scheint es verlockend, den Fokus ausschliesslich auf Effizienz zu legen. Dahinter steckt oft auch ein stilles Eingeständnis: Man fühlt sich hilflos gegenüber den vielen globalen Störfaktoren – und glaubt, durch mehr Leistung Druck kompensieren zu können. Doch diese Rechnung kann nicht aufgehen. Eine Belegschaft, die mental angeschlagen ist, kann langfristig weder Spitzenleistungen erbringen noch kreative Lösungen entwickeln. Wer in unsicheren Zeiten nur den Druck erhöht, riskiert, die eigenen Leistungsträger zu verlieren – körperlich wie psychisch.

Der AXA Mental Health Report (2025) in Zusammenarbeit mit Ipsos zeigt eindrücklich, wie ernst die Lage ist: Die psychische Gesundheit verschlechtert sich weltweit weiter – mehr als ein Viertel der Menschen leidet an Symptomen wie Depression, Angst oder chronischem Stress. Besonders alarmierend: Bei jungen Erwachsenen (18–34 Jahre) und Frauen ist der Anstieg besonders deutlich. Stress betrifft inzwischen 53 % der Beschäftigten, 27 % waren im vergangenen Jahr aufgrund psychischer Probleme krankgeschrieben. Ursachen reichen von finanzieller Unsicherheit und Zukunftsängsten über ständige Negativnachrichten bis hin zu Einsamkeit und digitaler Reizüberflutung. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden erwartet explizit Unterstützung von ihrem Arbeitgeber.

Das aktuelle HR-Blog von Personio liefert praxisnahe Perspektiven: Zwar setzen viele Unternehmen inzwischen auf Mental-Health-Days, Workshops oder Führungskräftetrainings, doch fehlt es häufig an einem systemischen, strategisch verankerten Ansatz. Mentale Gesundheit wird zu oft als individuelles Problem behandelt – ein Trugschluss, da Belastungen meist strukturelle Ursachen haben. Nur 10 % der Vorstände übernehmen bislang aktiv Verantwortung. Nötig ist eine Governance-Struktur, die Prävention, Intervention und Nachbetreuung verbindet und auf Daten basiert. Unternehmen, die dies konsequent umsetzen, gewinnen nicht nur Loyalität, sondern auch Wettbewerbsfähigkeit: 60 % der Mitarbeitenden wären bereit, für einen gesundheitsorientierten Arbeitsplatz den Arbeitgeber zu wechseln.

Ich wünsche Ihnen viel Inspiration durch die Vielfalt der heutigen Artikel und eine gute, mentale Gesundheit


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Mentale Gesundheit



Mehr als Fürsorge: Wie mentale Gesundheit Ihr Unternehmen stärkt

Mehr als Fürsorge: Wie mentale Gesundheit Ihr Unternehmen stärkt

Die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden ist entscheidend für den Unternehmenserfolg. Sie beeinflusst nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Produktivität, Kreativität und Teamdynamik. Unternehmen, die in psychische Gesundheit investieren, profitieren von geringeren Fehlzeiten und stärkerer Mitarbeiterbindung. Eine offene Unternehmenskultur, Trainings und spezielle Programme fördern das Bewusstsein und die Unterstützung. Langfristig stärkt dies die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

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AXA Mental Health Report: Die psychische Gesundheit verschlechtert sich weltweit weiter

AXA Mental Health Report: Die psychische Gesundheit verschlechtert sich weltweit weiter

Die psychische Gesundheit verschlechtert sich weltweit, mit 32 % der Menschen, die aktuell an psychischen Störungen leiden. Besonders betroffen sind junge Erwachsene und Frauen. Soziale Medien und digitale Geräte belasten die jüngere Generation. Die Unsicherheit in der Arbeitswelt trägt erheblich zur Stressbelastung bei. Arbeitnehmer fordern mehr Unterstützung durch ihre Unternehmen.

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Leadership



Warum dein bester Mitarbeiter keine Führungskraft sein sollte

Warum dein bester Mitarbeiter keine Führungskraft sein sollte

In vielen Unternehmen wird fachliche Stärke mit Führungspotenzial verwechselt. Doch Führung ist kein Add-on, sondern ein eigener Karrierepfad, der Empathie, Kommunikation und Strategie erfordert. Jason Modemann von Mawave betont die Wichtigkeit, zwischen Expert Track und Leadership Track zu unterscheiden. Beide Pfade sollen gleichwertig anerkannt werden, sodass Mitarbeitende ihren individuellen Stärken folgen können.

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KI



KI statt Kollegen: Google und Co. stellen lieber KI als Menschen ein

KI statt Kollegen: Google und Co. stellen lieber KI als Menschen ein

Technologiefirmen setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz statt auf menschliche Arbeitskräfte, um Produktivität und Gewinne zu steigern. Google-Chef Sundar Pichai betont, dass in der aktuellen KI-Phase nicht mehr Mitarbeiter eingestellt werden, sondern AI genutzt wird, um die Effizienz zu heben. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines harten Wettbewerbs und der Erwartungen der Börse.

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Deutschland sucht KI-Experten: Stellenausschreibungen boomen

Deutschland sucht KI-Experten: Stellenausschreibungen boomen

Im zweiten Quartal verzeichnet Deutschland einen Anstieg der Stellenausschreibungen für KI-Experten um 39 Prozent, während Cloud-Computing-Experten ebenfalls gefragt bleiben. Im Kontrast dazu zeigt die Industrie ein sinkendes Interesse an Digitalisierung, beeinflusst durch die schwache Konjunktur. Insgesamt ist die Zahl der MINT-Stellenausschreibungen im gleichen Zeitraum um 15 Prozent gesunken. Die Nachfrage nach reinen Digitalexperten hingegen bleibt stabil.

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Good Work



Rekord bei Homeoffice-Stellen – Schweiz trotzt Gegentrend

Rekord bei Homeoffice-Stellen – Schweiz trotzt Gegentrend

In der Schweiz verzeichnen Arbeitgeber einen Rekordanstieg an Homeoffice-Angeboten, trotz des internationalen Trends, Mitarbeitende wieder ins Büro zu holen. Laut einer Analyse von Indeed erreichte der Anteil an Homeoffice-Stellen im zweiten Quartal 2025 über 14 Prozent. Seit der Pandemie hat sich das Angebot an flexiblen Jobs verfünffacht. Damit positioniert sich die Schweiz in Europa stark bei ortsunabhängiger Arbeit und liegt nur knapp hinter Grossbritannien und Deutschland. Experten sehen langfristig ein grosses Potenzial für die Schweiz bei flexiblen Arbeitsmodellen.

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Rekrutierung



Fachkräftemangel hin oder her: Darum ghosten sich Bewerber und Personaler gegenseitig | t3n

Fachkräftemangel hin oder her: Darum ghosten sich Bewerber und Personaler gegenseitig | t3n

Der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales Thema, jedoch treten im Bewerbungsprozess oft Ghosting-Vorfälle auf. 64 Prozent der Jobsuchenden gaben an, geghostet worden zu sein, häufig nach der Einreichung der Unterlagen. Auch Unternehmen erleben, dass Bewerbende plötzlich abspringen. Transparente und effiziente Prozesse sind entscheidend, um im Wettbewerb um Talente erfolgreich zu sein und die Arbeitgebermarke zu stärken.

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Personalentwicklung



What CEOs Really Want From L&D (And Why Most Never Get It)

What CEOs Really Want From L&D (And Why Most Never Get It)

CEOs verlangen von L&D nicht mehr Kurse, sondern eine mehr Leistung und konkrete Geschäftsergebnisse. L&D sollte sich von der Konzentration auf Aktivitätenmessung zu einer Ausrichtung auf geschäftliche Wirkungen bewegen. Um das Vertrauen der CEOs zu gewinnen, müssen L&D-Teams Ergebnisse liefern, die messbare Veränderungen und Geschäftsnutzen zeigen und strategisch mit den Unternehmenszielen verknüpft sind.

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English Version


In many companies, the pendulum has been swinging away from “soft” HR topics and back toward clearly measurable performance and hard productivity metrics for some time now. In light of geopolitical tensions, economic uncertainties, and technological upheaval, it seems tempting to focus exclusively on efficiency. Behind this often lies a silent admission: people feel helpless in the face of so many global disruptive factors and believe that they can compensate for pressure by performing better. But this approach cannot work. A mentally exhausted workforce cannot deliver top performance or develop creative solutions in the long term. Those who simply increase the pressure in uncertain times risk losing their top performers – both physically and mentally.

The AXA Mental Health Report (2025), produced in collaboration with Ipsos, clearly shows how serious the situation is: mental health continues to deteriorate worldwide – more than a quarter of people suffer from symptoms such as depression, anxiety, or chronic stress. Particularly alarming is the fact that the increase is especially pronounced among young adults (aged 18–34) and women. Stress now affects 53% of employees, and 27% were on sick leave last year due to mental health issues. The causes range from financial insecurity and fears about the future to constant negative news, loneliness, and digital overload. More than half of employees explicitly expect support from their employer.

The latest HR blog from Personio provides practical perspectives: Although many companies now offer mental health days, workshops, or management training, there is often no systematic, strategically anchored approach. Mental health is too often treated as an individual problem—a fallacy, since stress usually has structural causes. Only 10% of board members have taken active responsibility so far. What is needed is a governance structure that combines prevention, intervention, and follow-up care and is based on data. Companies that consistently implement this not only gain loyalty, but also competitiveness: 60% of employees would be willing to change employers for a health-oriented workplace.

I hope you find inspiration in today’s diverse articles and wish you good mental health.

Ihre Stärken gezielt stärken.



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