Nordic Minimalist Leadership, Good Work, KI, Personalentwicklung, Job Hugging

Ein spannender Leadership-Ansatz kommt aus dem Norden. «Nordic Minimalist Leadership» ist nominiert bei den Thinkers50 für die diesjährige Wahl zum weltweit bedeutendsten Führungskonzept. Das Konzept basiert weniger auf Macht und Kontrolle, sondern auf Vertrauen, Gleichheit und kollektiver Stärke. Führungskräfte geben eine klare Richtung vor, verzichten aber auf Mikromanagement. Stattdessen schaffen sie Freiräume, in denen Mitarbeitende Verantwortung übernehmen und eigenständig Lösungen entwickeln.

Vielleicht hängt es auch mit dieser Art von Leadership zusammen, dass die nordischen Ländern bei Vergleichen von DE&I Initiativen fast immer auf den vorderen Plätzen zu finden sind. Dass wir in der Schweiz bei der jüngsten Untersuchung unter allen OECD-Staaten über die Arbeitsbedingungen für Frauen nur auf dem viertletzten Platz gelandet sind, sollte in mehrfacher Hinsicht ein Weckruf sein.

Das nordische Führungsmodell fördert Motivation, Innovationskraft und Resilienz. Es zeigt, dass nachhaltiger Erfolg dort entsteht, wo individuelles Wachstum eng mit dem Wohl der Gemeinschaft verbunden ist. Interessant ist auch die kulturelle Dimension: Während in hierarchisch geprägten Ländern die Umsetzung Zeit braucht, lässt sich das nordische Prinzip überall übertragen, wenn Vertrauen und langfristiges Denken zur Basis werden.

Im Umgang mit Unsicherheit, Fachkräftemangel und digitalem Wandel hat mich dieser Führungsansatz inspiriert. Nicht mehr Kontrolle ist gefragt, sondern Zutrauen in die Menschen. Ich werde mich definitiv noch vertiefter mit «Nordic Minimalist Leadership» beschäftigen.


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Nordic Minimalist Leadership



The Nordic Way

The Nordic Way

Nordische Führung zeichnet sich durch Vertrauen, Egalitarismus und Wohlbefinden aus. Dies wird durch die Gedanken von Experten wie Laura Sivula, Anders Indset und Frank Martela unterstrichen. Sivula betont, dass nordische Gesellschaften auf Vertrauen statt Macht bauen. Indset stellt in seinem Buch den „Viking Code“ vor, eine Philosophie, die das Kollektiv stärkt. Martela beschreibt in einem HBR-Artikel den „Nordic minimalistic leadership“ als einen Führungsstil, der auf Inspiration und Unterstützung der Mitarbeiter setzt, anstatt auf traditionelle Befehlsstrukturen.

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Sweden surpasses Iceland as the best place to be a working woman, according to The Economist’s 2025 glass-ceiling index

Sweden surpasses Iceland as the best place to be a working woman, according to The Economist’s 2025 glass-ceiling index

Gemäss dem Glass-Ceiling-Index 2025 ist Schweden inzwischen das beste Land für berufstätige Frauen und überholt damit Island. Die nordischen Länder führen die Rangliste an, gefolgt von Portugal. Der Index bewertet die Gleichbehandlung von Frauen am Arbeitsplatz in OECD-Ländern. Deutschland und die USA verbesserten ihre Positionen dank einer höheren Frauenquote in Führungsetagen. Die Schweiz, Japan, Südkorea und die Türkei bleiben am Ende der Liste.

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Good Work



Homeoffice Statistik 2025: Wie beliebt ist das Modell?

Homeoffice Statistik 2025: Wie beliebt ist das Modell?

Homeoffice bleibt ein fester Bestandteil der Arbeitswelt, auch nach der Pandemie. Derzeit arbeiten 23,5% der Erwerbstätigen in Deutschland von Zuhause, wobei 13,2% dies täglich tun. Besonders junge Arbeitnehmer der Generation Z verlangen nach flexiblen Arbeitsmodellen; 35% bevorzugen Homeoffice. Führungskräfte und IT-Dienstleister nutzen es am meisten. Während Arbeitgeber oft skeptisch sind, zeigt sich, dass die Produktivität im Homeoffice nicht leidet und Mitarbeiter zufriedener sind.

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Es geht um den Menschen

Es geht um den Menschen

In dem satirischen Text wird die Ambivalenz der Rolle von Stürmler, dem Leiter der Personalabteilung eines fiktiven Frankfurter Konzerns, und das Spannungsfeld zwischen Menschlichkeit und Unternehmenszielen beschrieben. Zertifikate und Auszeichnungen suggerieren eine Mitarbeiterorientierung, während in Wirklichkeit profitorientierte Massnahmen wie Personalabbau überwiegen.

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Erholung adé: 42% der Arbeitnehmer erleben nach dem Urlaub Stress bei der Rückkehr

Erholung adé: 42% der Arbeitnehmer erleben nach dem Urlaub Stress bei der Rückkehr

Die Umfrage von Robert Walters zeigt, dass 42% der Arbeitnehmer nach ihrem Urlaub Stress verspüren, da die Angst vor liegengebliebener Arbeit und der ständigen Erreichbarkeit überwiegt. Viele Beschäftigte kontrollieren E-Mails im Urlaub, um den Anschluss nicht zu verlieren. Betriebsferien könnten eine Lösung sein, treffen jedoch auf Bedenken bezüglich der Flexibilität.

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KI



KI: Die Illusion des Denkens

KI: Die Illusion des Denkens

Die Studie „The Illusion of Thinking“ vergleicht LLMs (wie ChatGPT) mit LRMs, die durch spezielle Trainingseinheiten argumentieren sollen. Die Ergebnisse zeigen, dass LRMs bei einfachen Aufgaben schlechter abschneiden als LLMs und bei komplexeren Aufgaben nicht wesentlich besser sind. Dies deutet darauf hin, dass LRMs nicht wirklich denken. Die Studie unterstreicht, dass echte, starke KI derzeit nicht existiert und Chatbots lediglich statistische Muster wiedergeben. Die Diskussion um KI bleibt relevant, da sich der Hype immer wieder verändert.

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KI am Arbeitsplatz: Wenig Zeitgewinn und viel verschenktes Potenzial

KI am Arbeitsplatz: Wenig Zeitgewinn und viel verschenktes Potenzial

Generative KI wird oft als Effizienzsteigerer im Büroalltag betrachtet, doch laut einer Umfrage von Indeed bringt sie nur geringen Zeitgewinn. 75% der Arbeitnehmenden sparen weniger als drei Stunden pro Woche. Der Hauptgrund ist die fehlende KI-Kultur: 63,5% berichten, dass KI-Nutzung kaum gefördert wird. Wo KI aktiv vorangetrieben wird, sind höhere Effizienzgewinne zu beobachten.

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Personalentwicklung



Reverse Mentoring: How Can Leaders Embed It Into Their L&D Strategy?

Reverse Mentoring: How Can Leaders Embed It Into Their L&D Strategy?

Reverse Mentoring, bei dem jüngere Mitarbeitende Führungskräfte coachen, ist wertvoll für moderne Unternehmen. Es überbrückt Generations-, Technologie- und Kulturgräben und stärkt inklusive Führung. Vorteile sind u.a. Kundenerkenntnisse, Innovationsimpulse und bessere Mitarbeiterbindung. Wichtig ist die Verknüpfung mit Nachfolgeplanung und DEI-Zielen, um wirklichen Mehrwert zu schaffen. Führungskräfte müssen demütig bleiben und konstant lernen.

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Job Hugging



Karrierefalle Job Hugging: Warum Festhalten gefährlich sein kann

Karrierefalle Job Hugging: Warum Festhalten gefährlich sein kann

Der Trend des „Job Hugging“ beschreibt, wie Arbeitnehmer:innen ihre Positionen aus Unsicherheit in der volatilen Wirtschaftslage behalten, anstatt nach neuen Herausforderungen zu suchen. Besonders Gen Z zeigt eine erhöhte Bindung an aktuelle Stellen. Gründe sind wirtschaftliche Ungewissheit, technologischer Wandel und ein schwächerer Arbeitsmarkt. Dies birgt Risiken wie stagnierende Gehälter und Entwicklungsstopps. Unternehmen riskieren Innovationskraftverluste.

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English Version


An exciting leadership approach comes from the north. «Nordic Minimalist Leadership» has been nominated by Thinkers50 for this year’s award for the world’s most significant leadership concept. The concept is based less on power and control and more on trust, equality, and collective strength. Managers provide clear direction but refrain from micromanagement. Instead, they create space for employees to take responsibility and develop solutions independently.

Perhaps it is also related to this type of leadership that the Nordic countries almost always rank at the top in comparisons of DE&I initiatives. The fact that Switzerland ranked fourth from last among all OECD countries in the latest survey on working conditions for women should be a wake-up call in several respects.

The Nordic leadership model promotes motivation, innovation, and resilience. It shows that sustainable success arises where individual growth is closely linked to the well-being of the community. The cultural dimension is also interesting: While implementation takes time in hierarchical countries, the Nordic principle can be applied everywhere if trust and long-term thinking become the basis.

This leadership approach inspires me in dealing with uncertainty, skills shortages, and digital change. What is needed is not more control, but trust in people. I will definitely be looking into “Nordic Minimalist Leadership” in more depth.

Ihre Stärken gezielt stärken.



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