Überlastung, Digitalisierung und KI, Good Work, Performance Management, Leadership, Zukunft des HRM
Mitarbeitende und Führungskräfte stehen schon seit langem und zunehmend unter Druck. Das zeigen zahlreiche Studien. Der steigende wirtschaftliche Druck, der anhaltende Fachkräftemangel und die wachsende Veränderungsgeschwindigkeit führen dazu, dass kaum noch Zeit für Lernen, Entwicklung und Innovation bleibt. Besonders im HR-Bereich wird diese Dynamik spürbar – denn hier bei uns laufen viele Fäden zusammen: Recruiting, Mitarbeiterbindung, Kulturwandel und Organisationsentwicklung.
Doch statt Räume für strategisches Arbeiten zu schaffen, bindet der operative Alltag oft sämtliche Kapazitäten. Die Folge: Auch HR wird zum Getriebenen statt zum Gestalter – und damit geht wertvolles Potenzial verloren.
Ein möglicher Ausweg liegt in der noch konsequenteren Nutzung digitaler Instrumente und Systeme – vor allem der Künstlichen Intelligenz. Richtig eingesetzt als Assistenz, kann sie repetitive Aufgaben automatisieren, Entscheidungsprozesse unterstützen und damit den Handlungsspielraum des HRM spürbar erweitern. Aber: Technologie allein reicht nicht. Was es braucht, sind gezielte Investitionen (Geld und Zeit) in digitale Kompetenzen – und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.
Eine besonders relevante Kompetenz für HR-Professionals ist das Prompting – die Fähigkeit, KI-Systeme wie ChatGPT gezielt und wirkungsvoll anzusteuern. Denn je klarer und kontextbewusster die Fragen formuliert sind, desto besser sind die Ergebnisse. Prompting ist damit mehr als Technik – es ist die beste Form der Kommunikation mit KI: schnell, analytisch, kreativ.
Wenn wir den Weg aus der Überlastung finden und wieder mehr Raum für strategische HR-Arbeit schaffen wollen, braucht es einen Kulturwandel. Und der beginnt mit der bewussten Entscheidung, digitale Kompetenzen ganz oben auf die Prioritätenliste zu setzen.
Ich wünsche Ihnen inspirierendes Prompting.

Überlastung

Arbeit am Anschlag – Mitarbeitende haben keine Zeit für Innovation und Kreativität
Die aktuelle Deloitte Studie zeigt alarmierende Einblicke in die Arbeitswelt: Nahezu die Hälfte der Arbeitszeit wird mit nicht wertschöpfenden Tätigkeiten vergeudet. Mehr als zwei Drittel der Mitarbeitenden klagen über mangelnde Zeit für essenzielle Aufgaben. In Zeiten von Kostendruck und Fachkräftemangel ist dies problematisch, da Innovation und Kreativität dringend benötigt werden. Unternehmen müssen jetzt handeln und ihre Teams von bürokratischen Aufgaben entlasten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
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41% Of Employees Say They Have No Time To Learn: Rethinking Upskilling
Es gibt eine Krise in der Führungskräfteentwicklung, die nicht durch mangelndes Interesse, sondern durch Zeitmangel ausgelöst wird. 41% der Mitarbeiter empfinden Zeitdruck als grösste Hürde für Weiterbildung. Traditionelle Lernmethoden sind obsolet, da sie keine individuellen Bedürfnisse berücksichtigen. Führungskräfte müssen Lernen in den Arbeitsalltag integrieren und sofortigen Nutzen bieten. KI könnte hierbei helfen, muss aber weise genutzt werden. Entwicklungsprogramme sollten anhand von Schlüsselereignissen gestaltet werden, um Resilienz und strategische Agilität zu fördern.
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Digitalisierung und KI

Prompt Engineering für Einsteiger: So funktioniert’s!
In diesem Beitrag geht es darum, KI-Systeme wie ChatGPT optimal zu nutzen, um tiefere Einsichten und bessere Resultate zu erzielen. Follow-Up-Prompts sind entscheidend, um Antworten zu verfeinern, zu analysieren und zu erweitern. Vier Methoden sind besonders wirkungsvoll: Analyse, Feedback, Erweiterung und Verständnis. Diese Ansätze ermöglichen es, die generierten Inhalte zu bewerten, zu verbessern und in einfache Sprache zu übersetzen.
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Direkt in die Augen schauen: Diese Software simuliert Blickkontakt in Videokonferenzen
Es gibt jetzt eine innovative KI-Anwendung, die in Videokonferenzen digitalen Blickkontakt ermöglicht – ohne zusätzliche Hardware. Durch ein Generative Adversarial Network (GAN) wird der Kopf der Teilnehmenden zur Kamera ausgerichtet, ohne Mimik und Gestik zu beeinträchtigen. Dies erhöht die Authentizität und verhindert Ablenkungen. Die Software lässt sich mit jedem Videocall-Tool verwenden und verspricht Datenschutz, da alle Daten lokal verarbeitet werden. Besonders relevant ist diese Technologie für Bereiche wie Recruiting und Telemedizin, da hier Blickkontakt entscheidend für den Vertrauensaufbau ist.
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Good Work

Von wegen Zuhause arbeiten ade: Immer mehr Firmen werben mit Homeoffice
Immer mehr Unternehmen kehren zur Präsenzpflicht zurück, während aber gleichzeitig die Nachfrage nach Homeoffice-Optionen in Stellenanzeigen auf Rekordhöhe ist. Grosse Firmen wie Sulzer und Amazon setzen auf volle Präsenz am Arbeitsplatz (vielleicht um Personal abzubauen?). Viele Angestellte bevorzugen jedoch flexible Arbeitsmodelle. Studien zeigen, dass Homeoffice bei bestimmten Berufen produktiver sein kann. Experten empfehlen hybride Ansätze und Flexibilität, um Mitarbeitermotivation und -produktivität zu fördern.
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Studie deckt auf: Bürozwang ist der stille Produktivitätskiller
Eine Studie der Universität Konstanz zeigt, dass Präsenzpflicht im Büro oft mehr schadet als nützt. Trotz einiger Rückkehrforderungen wollen viele Angestellte weiterhin flexibel arbeiten. Nur 19 Prozent berichten von verschärfter Anwesenheitspflicht, und bei nur acht Prozent ist eine komplette Rückkehr an allen Werktagen üblich. Homeoffice ist für 71 Prozent ein zentrales Kriterium bei der Jobsuche. Hybride Arbeitsmodelle fördern Arbeitszufriedenheit und sind entscheidend im Wettbewerb um Fachkräfte. Führungskräfte zeigen zunehmend Akzeptanz für diese Modelle.
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Performance Management

Lohnsystem des Bundes wird «stärker marktorientiert»
Der Bundesrat reformiert das Lohnsystem der Bundesverwaltung, um es stärker an marktorientierte Systeme anzupassen. Die automatische Lohnentwicklung wird zugunsten eines systembasierten Modells aufgehoben, welches bei konstant guter Leistung zum Ziellohn führt, der unter dem Maximum liegt. Anfangslöhne werden erhöht, jährliche Lohnschritte verringert. Der Ortszuschlag wird in den Grundlohn integriert. Ziel ist die Verbesserung der Personalgewinnung und eine leichte Reduzierung der Lohnkosten.
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Leadership

Are Older Leaders More Or Less Effective? Understanding Age And Effectiveness
Die globale Belegschaft altert, und Führungseffektivität im Alter wird zunehmend wichtig. Eine Studie untersuchte Führungskräfte verschiedener Altersgruppen und nutzte 360-Grad-Feedback, um Kompetenzen und Mitarbeiterengagement zu bewerten. Jüngere Führungskräfte wurden von Vorgesetzten und direkten Untergebenen besser bewertet, während ältere in Kompetenzen wie Integrität, technische Expertise und strategische Perspektive glänzten. Kritische Entwicklungsfelder für ältere Führungskräfte sind Feedback-Offenheit, Innovationsfähigkeit und kollaboratives Engagement. Die Forschung zeigt, dass erfahrene Führungskräfte wertvoll bleiben, wenn sie Anpassungsfähigkeit und Wachstumsbereitschaft fördern.
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Zukunft des HRM

Dave Ulrich: Where to Start to Become a Better HR Leader and Build Better HR Leadership
Dieser Artikel von Dave Ulrich beschreibt, wie HR-Führungskräfte ihre Wirkung verbessern und strategische Beiträge liefern können. Zentrale Punkte sind die Klärung des persönlichen Purpose und das Erkennen des organisatorischen Kontexts. Zusätzlich werden zehn Kontexttrends vorgestellt, die HR-Führungskräfte verstehen müssen, um zukünftigen Herausforderungen zu begegnen.
HRM-Weiterbildungen an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich
strategisch | aktuell | noch digitaler mit noch mehr KI-Inhalten

CAS Digitalisierung und AI im HRM
Jetzt anmelden: Die nächste Durchführung startet im Juli 2025.
CAS Strategie im HRM
Die nächste Durchführung startet im Januar 2026.
CAS Innovation im HRM
Die nächste Durchführung startet im Januar 2026.
English Version
Employees and managers have been under increasing pressure for a long time. Numerous studies have shown this. Increasing economic pressure, the ongoing shortage of skilled labour and the growing pace of change mean that there is hardly any time left for learning, development and innovation. This dynamic is particularly noticeable in HRM – because this is where many threads come together: Recruiting, employee retention, cultural change and organisational development.
However, instead of creating space for strategic work, day-to-day operations often tie up all capacities. As a result, HRM also becomes a driver rather than a creator – and valuable potential is lost as a result.
One possible way out is to utilise digital tools and systems even more consistently – especially artificial intelligence. Used correctly as an assistant, it can automate repetitive tasks, support decision-making processes and thus significantly expand HRM’s room for manoeuvre. But technology alone is not enough. What is needed is targeted investment (money and time) in digital skills – not at some point, but now.
One particularly relevant skill for HR professionals is prompting – the ability to control AI systems such as ChatGPT in a targeted and effective manner. The clearer and more context-aware the questions are formulated, the better the results. Prompting is therefore more than just technology – it is the best form of communication with AI: fast, analytical, creative.
If we want to find a way out of the overload and create more space for strategic HR work again, we need a cultural change. And that starts with a conscious decision to prioritise digital skills.
I wish you inspiring prompting.